Flemming Dental Bochum: Abdrucknahme 2.0

So funktioniert Intraoralscanning

Schmerzhaft ist es nicht, aber auf die Abdrucknahme beim Zahnarzt würden viele Patienten doch lieber verzichten. Eine Alternative dazu gibt es bereits: das Intraoralscanning.

Diana Huth ist dieses Mal im Flemming Dental Labor in Bochum und lässt sich von Zahntechnikermeister und Geschäftsführer Stefan Mügge das moderne Verfahren erklären, denn statt des vergleichsweise großen Löffels mit der Abdruckmasse, wird für den Intraoralscan lediglich mit einer Kamera, die in Form und Größe ein wenig an eine elektrische Zahnbürste erinnert, das Gebiss des Patienten gescannt. Während die Aufnahmen gemacht werden, kann man am PC bereits in Echtzeit sehen, wie der Scan sich nach und nach vervollständigt bis das komplette Gebiss abgebildet ist. Das Intraoralscanning ist aber nicht nur angenehmer für den Patienten, es bietet auch Vorteile für das Dentallabor und die Arbeit des Zahnarztes. Zum einen erleichtert es die Fertigung von Zahnersatz, ist aber auch präziser als ein herkömmlicher Abdruck und auch das Speichern des Abdrucks und der Abgleich für spätere zahnmedizinische Kontrollen oder Behandlungen werden so möglich.

Der Scan ist am PC von allen Perspektiven betrachtbar, dadurch sind Veränderungen schneller erkennbar und zeitversetzte Scans nebeneinandergelegt offenbaren etwaige Veränderungen der Zahnstellung oder Entstehung von Löchern, sogar die Bestimmung der Zahnfarbe ist möglich. Die Technik des Intraoralscannings ist nicht gänzlich neu, doch die Scanner wurden innerhalb der letzten fünf Jahre technisch immer weiterentwickelt, sodass sie nun beste Ergebnisse liefern. Dabei wurde auch die Wirtschaftlichkeit verbessert und die Anschaffung für den Zahnmediziner erschwinglicher. Und apropos Kosten: Patienten sollten wissen, dass das Anfertigen eines Intraoralscans nicht zu den Kassenleistungen zählt, sondern als private Zusatzleistung gilt.